22.09.2017 Roscoff – Brest
Leinen los um 08.05h. Der Wetterbericht hat SSW 4 Bft, später S 4-5 Bft angesagt und wir hoffen, zumindest die ersten ca. 20 Meilen segeln zu können. Der Startzeitpunkt ist so gewählt, dass wir in der Enge zwischen der Ile d’Ouessant und dem Festland den mit bis zu 4 Kn laufenden Strom gegenan haben. Der zu erwartende starke Südwind mit 5 Bft lässt uns keine Wahl.



Kurz nachdem wir den Leuchtturm der Ile De Batz passieren, gehen wir auf 260° hoch an den Wind. Bis 11.50h segeln wir Vollzeug und kommen mit dem ablaufenden Wasser gut voran. Kursänderung auf 240° ist angesagt, die Genua muss runter und dafür der Motor an. Wir dürfen nicht trödeln, sonst bekommen wir am Ende das letzte auflaufende Wasser vor Brest nicht mehr mit!

Wir passieren das Leuchtfeuer ->Le Four und müssen wieder ein Stück höher an den Wind. Um 14.45, nach weiteren Kursänderungen bis auf 180° müssen wir das inzwischen gereffte Groß ebenfalls bergen und die Maschine muss ran. Volle Pulle gegen den immer stärker werdenden Strom. Alternativen? Keine! Die neue Maschine nimmt’s gelassen, der Skipper weniger. Das Wasser ist bei diesen Bedingungen jedoch wie erwartet relativ „glatt“, ich möchte hier nicht sein, wenn wir den Strom jetzt mitlaufend hätten. In diesem Hin und Her der Gedanken und Gefühle tauchen sie plötzlich auf. Delfine! Wir sind überrascht von der großen Anzahl und begeistert von ihrem Spiel mit unserem Boot und den Wellen. Als würden sie in Avalon einen neuen Kumpel sehen nähern sie sich, schwimmen längsseits, quer und übereinander hinweg. Manchmal scheint es, als würden sie sich am Rumpf „schubbern“. Momente voll Leben, fantastisch!


Um 18.25h, geplant war 18.00h, erreichen wir endlich den Wegpunkt südlich des Point De Saint Mathieu, nach dem wir mit 90° Brest ansteuern und bei Südwind 4 Bft wieder segeln können! Der restliche Strom hilft uns planmäßig bis nach Brest mit und wir machen um 20.30 mit letztem Büchsenlicht fest in Brest, in der Marina du Chateau.
gefahrene Meilen: 65
23.09.2017 Hafentag in Brest
Gestern war es ja schon dunkel und heute sehen wir das erste mal den Hafen und die Umgebung bei hellem Tageslicht. Uns gefällt was wir sehen und beschließen, gleich nach dem Frühstück die nähere Umgebung zu erkunden.
Hier ein paar Impressionen:







24.09.2017 Hafentag in Brest
Ausschlafen, Frühstück, Blogschreiben (ich), Einkaufen (Manfred), Spaziergang (zusammen), Fish ’n Chips essen am Hafen, erste Hochrechnungen im Internet ansehen (armes Deutschland) Wetter studieren, nochmal Wetter studieren (schon wieder anders), vielleicht morgen weiter!?
Hinweis in eigener Sache: Sollten wir morgen, 25.09.2017, fahren, werden wir für die nächsten 3-4 Tage nicht erreichbar sein. No Panik, vor allem wenn sich plötzlich das AIS-Signal nicht mehr verfolgen lässt. Das ist aus technischen Gründen so und wir sind nicht verschütt gegangen. Versprochen! Mein Kurzwellen-Funk ist noch out of order, aber ein Teil ist bestellt und wird nach La Curuna geliefert.
Und noch etwas. Alle Abonenten des Blogs erhalten nur bei erstmaliger Veröffentlichung eines neuen Beitrags eine E-Mail. Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen bekommt man nur dann mit, wenn man den Blog aktiv aufruft, also auf die Internetseite www.avalon693.de geht und sich dort die Beiträge später noch einmal anschaut.