SY "AVALON"

Ein Jahr lang Sommer – von Port St. Charles nach Bridgetown

Samstag, 23.12.2017

10.30h Anker auf.
Wir fahren nur unter Genua 1 mit halbem Wind südwärts, immer an der Küste entlang in Richtung Bridgetown, wo wir in der Carlisle Bay ankern wollen.

Hier ein paar Eindrücke von der Westküste Barbados‘

Bei den vorherrschenden östlichen Winden lässt es sich gut segeln. Kaum Welle und guter Wind, da die Insel nicht sehr hoch ist und den Wind nur wenig stört.

Dazu noch ein Video:

Immer wieder kleine, aber feine Sandstrände, und davor ankernde Yachten

An einigen der schönsten Strände sind Ferienwohnungen und Hotels entstanden, die sich einigermaßen in die Landschaft einfügen

Der Hafen von Bridgetown mit den Kais für die Keuzfahrtschiffe liegt backbord querab. Hier haben Yachten nichts verloren. Lediglich zum Ein- und Ausklarieren kann man hier nach Anmeldung über Funk kurzzeitig festmachen.

Die Carlisle Bay ist erreicht. Farbenfrohe Häuser und Klänge aus den nahen Strandbars begrüßen uns

Unser Ankerplatz in der Carlisle Bay

13.00h Anker fällt auf ca. 5m Wassertiefe. Barbados ist nicht wie die meisten der anderen Karibikinseln vulkanischen Ursprungs, sondern basiert auf gigantischen Korallenriffen. Deshalb gibt es hier so schönen Sand am Strand, aber deshalb hält der Anker auch nicht besonders gut. Bis er endlich hält, sind drei Anläufe nötig.

 

Sowie der Anker hällt, geht’s mit dem Dingi an Land. In der Strandbar Pirates Cove gönnen wir uns unser erstes Carib-Bier. Das perlt…. In dieser Bar gibt’s free WiFi und so sitzen wir hier des öfteren, um ins Internet zu kommen.

Logge: 02285   gef. Meilen: 11,5

24.12.2017 bis 29.12.2017 Ankern in der Carlisle Bay

Heiligabend, 24.12.2107

Wir erkunden die Stadt und wundern uns über die „perfekte“ Weihnachtsdekoration. Nur Weihnachtsstimmung will nicht so recht aufkommen….

…da hilft auch die Krippe nicht, in deren Nähe wir unser Dingi festmachen.

Der innere Hafen von Bridgetown in der Careenage. Hier kann man für viel Geld liegen, muss allerdings eine Brücke passieren, die angeblich einmal täglich öffnet. Den Verkehrslärm und den Gestank der Abgase bekommt man allerdings gratis

Montag, 1. Weihnachtstag, 25.12.2017
Heute wollen wir schnorcheln. In der Nähe gibt es ein Wrack, das es zu erkunden gilt

Dienstag, 2. Weihnachtstag, 26.12.2017
Heute geht’s mit Sack und Pack (Laptop und Handys)  zur Strandbar. Lorenzo wird heute Abend von Bord gehen und zum Airport fahren, um morgen in aller Herrgottsfrühe nach Jamaika zu fliegen. Vorher muss noch vieles geklärt werden, u.a. muss Lorenzo noch seinen Weiterflug von Jamaika nach Sydney buchen, was nicht ganz ohne Zwischenfall vonstatten geht (falsche PIN, gesperrtes Konto, usw.usw.) Am Ende ist jedenfalls alles gut und wir können uns noch ein letztes Carib gönnen und an Bord noch mal ordentlich Pasta essen. Dann geht’s mit dem Dingi downtown und zum Taxistand, wo wir uns verabschieden. Ich glaube, es ist uns beiden nicht leicht gefallen (von mir weiß ich’s), nach diesen intensiven 26 Tagen, die Lorenzo mit an Bord war, adieu zusagen. Wir verabreden, uns wieder zu sehen, vielleicht schon im kommenden Jahr in Calabrien, der äußersten Stiefelspitze Italiens und Lorenzos Heimat.

Die nächsten beiden Tage, den 27. und 28.12.  verbringe ich sehr geruhsam. Zum E-mail checken in die Strandbar, zum Einkaufen in die City, Erkundungsgänge in die nähere Umgebung und zu guter Letzt noch ein Ankermanöver. Ich möchte näher an der Careenage, der Zufahrt zum Innenhafen, ankern, damit der Weg mit dem Dingi kürzer wird. Am Strand kann man nur noch in Badehose anlanden, die Brandung geht ziemlich hoch.

Freitag, 30.12.2017
Heute kommt Bärbel und ich freue mich schon riesig. Sie wird um 18.20h landen und ich werde sie am Airport abholen. Den Weg dorthin gehe ich zu Fuß und starte um 14:00, um die geschätzten 15 km in Ruhe spazieren zu können. Am Ende werden es aber mit Umwegen 17,9 km über teilweise stark befahrene Straßen ohne Fußwege. Kann ich mit ruhigem Gewissen nicht empfehlen! Es gibt aber viel zu sehen und auf so einem Gang durchwandert man nicht nur Räume, sondern auch soziale Schichten.
Auf dieser kleinen Wanderung, die letztlich viel länger dauert als geplant (bin gerade pünktlich um 18:15h am Arrival und es ist schon dunkel), sind viele Bilder entstanden, von denen ihr hier eine kleine Auswahl seht:

 

Lichtspiel

Wie passen Ölfässer zum Holzbootbau? Gut..

Ölfassbootsbau, die 2.

Hier wohnt ein kleiner Spaßvogel

Weihnachten ist noch allgegenwärtig

Schöne Vögel, muss mir noch ein Bestimmungsbuch besorgen

s. oben, wohl eine Taubenart?

Für größere Vögel, hier wird Bärbel gleich landen, muss mich sputen, es wird schon dunkel, noch 2,5 km, aber es ist nicht mehr so heiß…17.40h

 

 

2 Kommentare zu “Ein Jahr lang Sommer – von Port St. Charles nach Bridgetown

  1. Ursula Wulf

    Ganz großartig die ersehnten Berichte mit den tollen Fotos zu bewundern!
    Wir versuchen immer vergeblich deine Positionen auf Vesseltracker oder Marinetraffic zu finden-schade!Liebe Grüße von Uschi und Rolli aus San Agustin auf Gran Canaria

  2. Ellen

    Lieber Karl-Heinz,
    herzliche Geburtstagsglückwünsche und einen wundervollen Tag auf Barbados! Du hast wie immer wundervolle Bilder und Videos. Das ist spannend!
    Fühl Dich gedrückt.
    🙂 Ellen

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