SY "AVALON"

Ein Jahr lang Sommer – von Vila Nova De Gaia nach Cascais

Do. 12.10.2017 Vila Nova De Gaia – Cascais (Lissabon)

09.20h Leinen los in Vila Nova De Gaia. Luftdruck 1028 hPa, nördliche Winde 3-3,5 Bft
Dänisch segeln ist mal wieder dran. Fahren mit Motor unter Groß und ausgebaumter Genua 1 Kurs 201°.
12.00h Luftdruck 1027 hPa
21.30h Delfine zu Besuch. Ein intensives und in dieser Stärke noch nie erlebtes Meeresleuchten macht diese Begegnung in der Nacht zu einer Lightshow der besonderen Art. Den Delfinen scheint es zu gefallen, wie leuchtende Pfeile durchs Wasser zu schießen und mit dem Boot zu spielen, das seinerseits ein grün schimmerndes Kielwasser hinter sich lässt.
23.30h, aus heiterem Himmel setzt Seenebel ein und die Sicht geht gegen Null.
Fr. 13.10.2017, 01.00h, der Nebel lichtet sich etwas und geht um 01.18 so weit zurück, dass wir den Mond über Portugals Küste aufgehen sehen. Dieses visuelle Erlebnis ist nach zwei Stunden gefühlter Blindheit besonders beeindruckend.
Um 04.00h wird der Nebel wieder pottendicht. Mist! Gegen 06.00h auf Höhe Peniche mehrere Radar-Echos von Booten im Umkreis von einer Meile. AIS hat keins von denen. Es sind wohl kleinere Fischerboote und wenn nötig ändern wir den Kurs etwas. Zu sehen bekommen wir die Boote nicht, deren Skipper scheinbar viel Gottvertrauen haben. Der Nebel ist mal dicker, mal dünner, aber er ist immer noch da. An Schlaf ist nicht zu denken!

Endlich, um 12.45h hat sich der Nebel soweit aufgelöst, dass wir die Küste Portugals sehen. Nach über zwölf Stunden Dauerbetrieb wird das Radargerät ausgeschaltet, ohne das wir blind gewesen wären und viele der kleinen Fischerboote gar nicht wahrgenommen hätten.
Es ist jetzt 13.45 und das Cabo Da Roca liegt quer ab.

Das Cabo Da Roca – ein beliebter Ausflugs- und Aussichtspunkt

Der Yachthafen von Cascais ist in Sicht und die Crew voll gespannter Erwartung

Um 15:30 laufen wir in den Hafen ein und machen am Meldeponton fest. Es ist ziemlich warm und wir sind müde. Nach 15 Minuten sind die Formalitäten erledigt und wir fahren zu der uns zugewiesenen Box, wo wir kurz vor 16.00 festmachen. Endlich!

gefahrene Meilen: 159

 

14.10. bis 18.10.2017 Hafentage in Cascais

Der Yachthafen liegt in einer geschichtsträchtigen und gleichzeitig mondänen Umgebung. Kunst ist ein weiterer „Baustein“ der Stadt und allgegenwärtig. Rechts die Mauern der  Zitadelle von Cascais

 

Faszinierende Architektur und alte Zapfsäulen als Teil der Cidadela de Cascais

Die Realität liegt manchmal gar nicht fern der Kunst

Auf dem Weg vom Yachthafen zur Altstadt von Cascais

Koexistenz – hartes Fischerleben und Urlaubsfreuden

Am 17.10.2017 besuchen wir Lissabon. Die Bahn bringt uns von Cascais direkt ins Herz der Stadt zum Bahnhof Cais do Sodre. Hier ein paar Eindrücke, die wir mitgebracht haben.

Dieser große Platz, der Praca de Comercico, ist gesäumt von einigen Ministerien und einem hohen Gericht. Im Hintergrund rechts der Hügel mit dem Castell, das wir besuchen wollen.

Am Ufer des Rio Tejo direkt südlich des Platzes mit Blick auf die gewaltige Brücke des 25. April, die Ponte 25 de Abril

Der Weg zum Castell, dem Castelo de Sao Jorge, führt durch die Altstadt Lissabons. Hier ist das Leben allgegenwärtig ohne zu lebhaft oder aufdringlich zu sein. Straßenmusikanten unterstreichen dieses Flair.

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Traumhafter Ausblick vom Castell aus nach Westen auf den Rio Tejo und auf die Brücke, die Ponte 25 de Abril

Jetzt folgt der Blick dem Rio Tejo nach Osten, wo man im Hintergrund die längste Brücke Europas, die Ponte Vasco da Gama, erkennt

Auf dem Rückweg zur Bahnstation gehen wir durch die Altstadt nördlich um das Castell herum. Die Straßenbahn folgt hier einer abenteuerlichen Wendeschleife rund um das Castell herum, wo es teilweise extrem eng und steil ist.

In dieser Hausmalerei begegnet uns eins der berühmtesten Wandbilder Lissabons, das dem Fado Vadio gewidmet ist. Einfach mal unter „fado vadio lissabon“ googeln, lohnt sich!

 

 

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