04.09.2017 Guernsey – Saint-Malo
08.00 h Leinen los ohne Regen! Wind aus westlicher Richtung, 3-4 Bft. Mit über 6 Kn wunderbares Segeln! Wer hätte das gedacht nach der Vorhersage. Ca 30 Meilen geht es so weiter, bis der Wind leider einschläft, um nach einem Dreher mit 1-1.5 Bft gegenan zu „wehen“. Es kommen während der Fahrt so leichte Herbst-Törn Gefühle auf, die Luft ist kühl.
18.20h machen wir im Hafen „Port des Sablons“ problemlos am Gastschlengel A in einer Box fest.
Während unseres Erkundungsgangs am Abend genießen wir die wunderschönen Ausblicke, die sich uns erschließen, tolles Ambiente hier. Und tatsächlich, wir sehen den 1. Delfin im Wasser von Land aus! Toll!
Gefahrene sm: 55
05.09.2017 Hafentag in Saint-Malo
An ein Weiterfahren ist bei dem Westwind mit 5-6 Bft nicht zu denken! Nach Westen wollen wir, aber nicht gegenan. Also erkunden wir „La Cité Intra Muros“, den alten Stadtkern, der umgeben ist von einer hohen Mauer, auf der wir auch entlang gehen. Faszinierende Ausblicke in alle Richtungen!

Blick von einer vorgelagerten Bastion auf die Altstadt von Saint-Malo. Bei Hochwasser steht hier alles unter Wasser.

Freibad auf bretonische Art. Bei Niedrigwasser schnell ’ne Mauer bauen, eine Flut abwarten und bei Niedrigwasser baden gehen…..
Im Wappen von der Stadt ist ein Hermelin im Armenmantel, der über das Stadttor geht.
Die Einwohner sind sehr stolz auf ihre Stadt heißt es, deshalb ihr Wahlspruch: „Ni Francais, ni Breton, Malouin je suis!“ Gegen Abend essen wir in einer kleinen Brasserie mit tollem Ausblick.
Zurück an Bord geht es ganz schön schaukelig zu, der Wind pustet mit 5-6 Bft, habe ich bisher noch nie so erlebt! Kuddel ist vollauf mit den Leinen und Ruckdämpfern beschäftigt! Unglaublich! Ob wir bei dem „Seegang“ überhaupt schlafen können?
06.09.2017 2. Hafentag in Saint-Malo
La nuit était très agité!!! 6,5 Bft im Hafen und die Wellen rauschen bei Hochwasser durch die Einfahrt in den Hafen. Wir liegen nicht weit entfernt von der Einfahrt und kriegen alles mit. Leider ist kein anderer Liegeplatz für uns da!
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu weiteren Erkundungen und besuchen znächst das Museum der ->Cap Hoorniers, dessen Vereinigung hier in Saint-Malo 1937 gegründet wurde.

Der Albatros, in ihnen sollen die Seelen der am Kap Hoorn ertrunkenen Seeleute weiterleben. Er ist auch das Symbol der Cap Horniers.
Dann erreichen wir nach einigen Kilometern Fußmarsch das Gezeitenkraftwerk von Saint-Malo. Sehr beeindruckend aber bei näherem Hinsehen erkennt man, dass Beton nicht ewig hält.
Es geht zurück in die Stadt, Einkäufe erledigen und etwas essen. Zurück an Bord haben wir gut 10km Fußmarsch hinter uns und viele neue Eindrücke gespeichert.

Stairways to Heaven? Nein, unsere Gangway zu den Pontons im Hafen, der gerade ziemlich leergelaufen ist.
Ja und dann geht es ans Packen: Ich steige erst einmal wie geplant nach 4 1/2 Wochen aus und fahre morgen früh um 6.07h vom Bahnhof Saint-Malo nach Hamburg. Eine lange Fahrt. Fast 12h. Ein komisches Gefühl für Kuddel und mich! Aber ich flieg im November evtl. zu den Kanaren und spätestens im Januar in die Karibik! Das sind doch tolle Aussichten.
Der Törn mit Kuddel war wunderschön, ich möchte keinen Tag missen. Ich bin sehr froh darüber, dass Manfred, Kuddels Bruder, am Sonntag an Bord kommen wird!
Danke Kuddel, für die schöne Zeit,!! Ich wünsche dir natürlich immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!! Salut!






