Donnerstag 28.07.2016
8.00h Leinen los, aber unser Ablegen verzögert sich um eine halbe Stunde. Warum? Unser Längsseitslieger, ein Norweger, verursacht beim Ablegen mit seinem Anker nicht nur Kratzer an unserer Backbordseite sondern auch ein Loch (wenn auch nur ein kleines), das durchs Gelcoat bis ins GFK geht. Der Kommentar der Norwegerin: „It`s only for the eye“ war wohl nix! Versicherungen etc. werden ausgetauscht und wir legen schließlich um 8.30h ab. Immerhin gibt es eine Entschuldigung der Norwegerin.
Bei West 4-4,5 geht es auch gleich zur Sache! Hoch am Wind , Reff im Groß, Fahrt ist nicht so wirklich angenehm! Zu allem Überfluss begegnet uns der Norweger, hält auf uns zu ohne Anstalten zu machen, uns auszuweichen, was er aber hätte tun müssen! Das macht er aber erst auf sehr lautes Rufen unsererseits!! 11.00h wieder ausgerefft, der Wind raumt und so wird unser Kurs immer angenehmer. SSW, Sonne auch wieder da, schönes Segeln bis Varberg.
15.30h fest in Varberg. Großer Hafen, ziemlich voll, gehen längsseits an Murdoch.
Von Bord aus haben wir eine eindrucksvolle Kulisse: die mächtige Festung, die Ende des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war Varberg ein beliebter Badeort; die Kalt- und Warmbadehäuser sind heute noch Zeugen aus dieser Zeit. Unser Spaziergang führt uns natürlich auf die Festung hinauf. Von dort genießen wir den herrlichen Blick auf die zerklüftete Küste, die die kommenen Schären weiter nördlich erahnen lassen. Anschließend machen wir einen Schlenker in den wunderschönen Societetpark mit dem Societethuset, das einen guten Eindruck von dem prunkvollen Stil der „High Society“ um die vorletzte Jahrhundertwende gibt. Sommer in Schweden! Der Park ist voller Leben, Live Musik auf einer kleinen Bühne, echt schön! Später an Bord sitzend, cruisen alte amerikanische „Schlitten“ mit lauter Mucke vorbei, die Insassen haben sichtlich ihren Spaß – und wir auch!
Gefahrene Meilen: 45
Freitag 29.07.2016
8.30h Leinen los bei Sonne und 21°. Segel gleich im Hafen gesetzt und bei SO beginnt unsere Fahrt in die Westschären. Wir genießen eine wunderschöne Segelfahrt bis Donsö! Der Himmel verdunkelt sich kurz vor Einlaufen in den Hafen, aber wir schaffen es noch trocken festzumachen. Ostfriesische Inseln bis Rügen haben schon Gewitter.
15.15h fest in Donsö, längsseits an der Pier.
Gegen Abend setzt Regen ein, aber es bleibt mild. Wir grillen gemeinsam im „Grill Boa“ am Steg vor unserem Boot, netter Abend. Wir entscheiden, einen Hafentag (der 1.!) einzulegen.
Gefahrene Meilen: 37sm
Samstag 30.07.2016
Hafentag! Kein Wecker, nur die Sonne weckt uns! Wind hat zugenommen und ist merklich kälter geworden. Zu Fuß erkunden wir die Insel, erledigen Arbeiten an Bord, Aufsteigen in den Mast, und, und, und.

Im Hafen von Donsö muss Skipper Wolfgang in den Mast. Der vermutete Schaden war allerdings keiner, aber die Aussicht vom Masttop war schön!