SY "AVALON"

Ein Jahr lang Sommer – Von Norderney bis Groningen

10.08.2017 Norderney – Borkum

Nach ruhiger Nacht genießen wir den Vormittag mit Sonne, machen einen langen Gang am Watt entlang, begleitet vom aufgeregten Piepen der Austernfischer. Windfinder hat wieder mal recht (schon seit Tagen!!), der Wind hat tatsächlich auf Nord gedreht und weht mit 3,5 Bft.

13.00h legen wir ab mit Kurs auf Borkum. Es geht zum Dovetief hinaus bis zur Tonne D5/S8, wo wir in den Schluchter fahren und über die Barre gehen. Bei NW ab 5Bft möchten wir hier nicht sein! Zunächst traumhaftes Segeln ab S3 mit Kurs 240°, später dann mit Annäherung an das Borkum Riff anhaltende ruppige Welle. Wir segeln durch und legen noch vor dem Dunkelwerden in Borkum an.
20.45h machen wir am Burkana Anleger fest. Der Hafenmeister, mehr aussehend wie ein Hippie, nimmt uns 15€ +50 € Pfand für den Sanitärschlüssel ab, ohne Quittung. Gibt uns den Tipp, dass es bei der Jugendherberge einen Bäckerbetrieb gibt, wo man bis 9.30 Brötchen kaufen kann. Wir machen uns gleich auf die Suche und werden fündig! Eine sehr weitläufige Hafenanlage, ganz schön abseits vom Ort. Bei Kuddel werden Erinnerungen wach an die etwas abenteuerliche Überführung der „Mary Ann“ von Ameland (NL) nach Hamburg zusammen mit Jochen vor 2 Jahren im Oktober!

Gefahrene Meilen: 41

11.08.2017 Borkum – Groningen

Bedeckter Himmel, kaum Wind, also fahren wir mit 2000 Umdrehungen die Ems hoch. Schnelles Vorankommen, Strom ist mit uns. Die „Staande Mast Route“, die vor uns liegt, ist für Kuddel und mich neu! 13.30h sind wir in der ersten Schleuse in Delfzijl. Jetzt sind wir im Eemskanal!! Witzig, auf das teilweise tieferliegende Land zu gucken! Und dann – eine Brücke nach der anderen!

…und wieder eine Brücke durchfahren

Die Öffnungen klappen reibungslos, nur vor der Berlagebrug in der City von Groningen müssen wir 1½ Stunden warten, weil die Rushhour zwischen 16.00 und 17.30h Vorrang hat. Pünktlich um 17.30h geht es dann weiter mitten durch die Stadt! Toll!!

Das „Tor“ zur Groninger Innenstadt öffnet sich pünktlich um 17.30h

Das Groningen Museum, eine imposante Konstellation eigenwilliger Konstrukte, die in der Gesamtheit einem Schiff ähneln (in der Seitenansicht!)

..und hier die Seitenansicht

Wir fahren durch 9 Brücken, bis wir uns für einen Liegeplatz im Reitdiep zwischen den Brücken A-Brug und Vissersbrug entscheiden, mitten in der City! Wir machen dort um 18.00h fest. Strom und sogar Wasser ist da, alles problemlos. Nach dem Essen erkunden wir erst mal Gegend, viel los, hier scheint jeder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Gefällt uns und bei einem Glas Bier in einem Cafe direkt am Wasser mit Blick auf „Avalon“ genießen wir das abendliche Flair am Reitdiep.

Blick aus der Plicht über das nächtliche Reitdiep

Gefahrene Seemeilen: 38

 

 

12. 08.2017 Liegetag Groningen

unser Liegeplatz im Reitdiep an der Mauer

Leider Regen (noch), aber immerhin 18°. Wir bleiben hier und schauen uns die Stadt an.

In bzw. vor der ältesten Kneipe Groningens genießen wir ein Gezapftes