SY "AVALON"

Ein Jahr lang Sommer – von Dover bis Hamburg Finkenwerder

Dienstag, 19.06.2018 Dover – Dünkirchen

14.00h Leinen los in Dover

Guter Start, beide Segel, 1. Reff bleibt noch im Groß. Noch haben wir Gegenstrom und wir fahren nur 4Kn SOG. Das Verkehrstrennungsgebiet können wir „ungestört“ queren. Der Strom kentert und wie geplant schiebt er uns mit bis zu 2kn zum Ziel. By the way: Kuddel hat bereits 10340sm seit dem Start am 06.08.2017 hinter sich! Auf dem Hinweg letztes Jahr waren wir am 25.08.2017 hier in Dünkirchen und zwischen den Molenköpfen schließt sich ein großer Kreis!!
Wir verbringen einen schönen ruhigen Abend an Bord, inclusive Sonnenuntergang.

gefahrene Meilen: 42

 

Mittwoch, 20.06.2018 Dünkirchen – Blankenberge

05.45h Leinen los in Dünkirchen mit Ziel Blankenberge in Belgien.

Trister Morgen, glattes Wasser, bei 3,5Bft raumen Wind um die 5 Kn Fahrt, Groß- und Vorsegel stehen voll, später Schmetterlingssegeln. Blankenberge kennen wir beide nicht. Kleiner Hafen mit guten Versorgungsmöglichkeiten, so lesen wir im Hafenhandbuch. Die Fahrt entlang der belgischen Küste ist wenig attraktiv.

12.20h fest am Anmelde-Schlengel in Blankenberge. Gewöhnungsbedürftig! Naja, wir hatten uns den Hafen ein bisschen anders vorgestellt. Riesige, mehrgeschossige Wohnblocks rahmen das Hafenbecken zur Seeseite hin ein. Aber: Sehr saubere, gute Sanitäranlagen!

Wir erkunden die Stadt und gehen zum unendlich langen Sandstrand, der sich vor den Häuserfronten nach Nord und Süd ausbreitet.

Eine freudige Überraschung erwartet uns an Bord. Das AIS verrät uns, dass die Toccata mit Margret und Martin im Hafen liegen. Kuddel hat sie auf den Azoren getroffen und sie sind von dort nach Frankreich gesegelt. Gemeinsam essen wir abends in einem Strandrestaurant und verbringen noch ein paar nette Stunden an Bord von Toccata. Es gibt viel zu erzählen!

Gefahrene Meilen: 35

Donnerstag und Freitag, 21./22.06.2018 Hafentage in Blankenberge

Es weht ein sehr starker Wind, können noch nicht weiter.
Kuddel holt leckere Croissants und wir genießen das Frühstück bei voller Sonne! (Zuhause ist es gerade herbstlich!) Danach bummele ich über den großen Wochenmarkt und kaufe allerlei leckere Sachen. Währenddessen macht sich Kuddel nach altbewährter Methode mit Kanistern und Hackenporsche auf den 2km langen Weg zur Tankstelle. Anschließend lassen wir uns auf der Südmole ordentlich durchpusten!

Die südliche Mole der Hafeneinfahrt von Blankenberge in seltener Holzbauweise

Kurz vorm „Abheben“ auf der Südmole in Blankenberge!

Hier noch einmal als Video:

Unseren Plan nach Scheveningen weiter zu segeln müssen wir ändern. Zufällig erfahren wir am Steg, dass der Hafen bis zum 28.07. wegen des Volvo Ocean Race geschlossen ist. So’n Mist!

Also geht es nach Ijmuiden und wir fahren ab jetzt zusammen mit Toccata bis Cuxhaven. Schön!

 

Modernes Hafenbüro

 

Die Aussicht ist gewöhnungsbedürftig!

 

Samstag, 23.06.2018 Blankenberge – Ijmuiden

07.00h Leinen los.

Der Starkwind ist weg, volle Sonne!

Eine lange Strecke liegt vor uns! Es ist Stauwasser, aber bald beginnt der Flutstrom und hilft mit. Ganz ohne Motor kommen wir aber nicht schnell genug voran und segeln streckenweise „dänisch“, wir dürfen wegen der Tide keine Zeit verlieren! Wir passieren das Rhein-Maas-Delta und queren dabei die vielbefahrenen Fahrwasser nach Antwerpen und Rotterdam. Die letzten 25sm können wir gegen den zum Glück nicht so starken Ebbstrom sogar am Stück gut segeln!

22.15h Fest an Heckpfählen in der Seaport Marina Ijmuiden, gerade noch mit dem letzten Büchsenlicht.

Wir planen mit Toccata die weitere Route: Der Wind soll die nächsten Tage aus Nord wehen, da werden wir durch die Kanäle fahren. Toccata ist dabei! Neuland für sie.

Gefahrene Meilen: 91

Sonntag, 24.06.2018  Ijmuiden – Hoorn

10.50 Leinen los mit Ziel Hoorn im Markermeer.

Die ersten beiden Schleusen passieren wir ohne Wartezeit, Glück! Unterwegs sehen wir die Röwers mit ihrer Hippopotamus! Welch Zufall, Martin hat gestern gerade das Buch „1000xSamstag“ in der Hand gehabt! Wir kommen am Sixhaven im Zentrum von Amsterdam vorbei, wo wir auf der Hinfahrt gelegen haben. Durch die Oranjeschleusen gelangen wir vom Nordseekanal ins Markermeer. Hier wird es ganz schön ruppig, der Wind nimmt zu bis 5,5Bft und dazu gibt’s Nieselregen.

19.00h fest am Meldeschlengel im Yachthafen des WSV Hoorn.

Wir bummeln durch die Straßen von Hoorn, echt hübsch hier. Am Hafen steht der „Hofdtoren, ein Turm aus dem 16.Jahrhundert. Das Steakhaus gegenüber lädt uns heute zum Essen ein.

Alter Hafen von Hoorn mit dem Hofdtoren und Brauner Flotte

Die berühmten Schiffsjungen vom Kapitän Bontekoe

Urige Atmosphäre, gutes Essen, sehr zu empfehlen!

Gefahrene Meilen: 39

Montag, 25.06.2018   Hoorn – Lemmer

10.20h Leinen los mit Ziel Lemmer.

Leider wenig Wind, erst später klappt es mit dem Segeln. Auf AIS entdeckt Kuddel einen Vereinskollegen vom WVE, funkt ihn an, erhält aber leider keine Antwort. Ja, so klein ist die Welt!

Durch die Krabbersgatsluizen gelangen wir gegen 13.00h ins Ijsselmeer und wir segeln  wunderbar mit 6Kn bei herrlichem Wetter. So macht das Segeln Spaß.

Unterwegs nach Lemmer zusammen mit Toccata 

16.15h fest am Meldeschlengel in der Marina Friese Hoek.

Obligatorischer Erkundungsgang durch den malerischen Ort, viele Terrassen direkt am Wasser

Sommerliches Leben in Lemmer

 

Fischernetze als Sichtschutz, originelle Idee!

Gefahrene Meilen: 29sm

 

Dienstag, 26.06.2018  Lemmer – Leeuwarden

10.10h Leinen los mit Ziel Leeuwarden

Bis zum Ziel fahren wir durch mindestens 20 Brücken und etliche Schleusen. Es ist eine abwechslungsreiche, beschauliche Fahrt bei bestem Wetter. Die Wartezeiten vor den Brücken sind unterschiedlich.

Entspannte Fahrt nach Leeuwarden

 

„Hallo!“

 

Fast 1Stunde warten wir vor der Eisenbahnbrücke „Grou“, sie öffnet sich erst, nachdem Kuddel den Brückenwärter über Funk erreicht hat. An der Gaarlandbrug legen wir das Brückengeld in den uns schon bekannten Schuh. (7€)

 

Warten auf die Öffnung der Brücke

 

Eine von -zig Brücken

 

Der berühmte Schuh an der Angel für das Brückengeld

 

19.50h fest am Park in Leeuwarden, fast am selben Platz vom letzten Jahr! Und uns gefällt es wieder sehr gut. Tolle Abendstimmung, immer noch 17Grad und Sonne.

 

Idyllischer Platz für Toccata und Avalon

Ein buntes, lebendiges Treiben um uns herum. Wir sind in der aktuellen Kulturhauptstadt Europas! Die friesische Hauptstadt ist mit der gesamten Provinz Friesland zur europäischen Kulturhauptstadt 2018 ernannt worden.

Es lohnt sich, einen Gang durch die historische Altstadt zu machen. Zum 2. Mal stehen wir vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem schiefen Turm von Leeuwarden.

 

Wahrzeichen von Leeuwarden

 

Mhhhhh! Natürlich mussten wir Käse probieren und kaufen!

Eindrücke aus der Altstadt

 

„De Waag“, einst öffentliche Stadtwaage, heute Cafe und Restaurant

Gefahrene Seemeilen: 34 sm

 

Mittwoch, 27.06.2018  Leeuwarden – Dokkum

Leinen los mit Ziel Dokkum

Ruhige, beschauliche Fahrt, wunderschöne Anwesen an den Ufern.

 

Unterwegs nach Dokkum, manchmal wird es eng

 

Neue Erfahrung für Margret: Der „Brückenschuh“ will eingefangen und befüllt werden

 14.40h Endlich fest in Dokkum: „Welkom in Dokkum“ nach mehreren erfolglosen Versuchen, war einfach zu flach!

Ist das nicht ein romantischer Liegeplatz?

Idyllisch hier, direkt vor unserer Nase eine typische Windmühle. Der Ort ist entzückend, wir essen mit Toccata Pizza. Sicherheitshalber füllt Kuddel die Dieselkanister, besser ist! Die Tankstelle ist nur 200m vom Hafen entfernt, das muss man ausnutzen. An Bord erfahren wir von „unserer“ Niederlage: 0:2 gegen Korea verloren!!!

Gefahrene Meilen: 12

Donnerstag, 28.06.2018 Dokkum – Groningen

09.00h Leinen los mit Ziel Groningen

Blauer Himmel, kein Wind. Wir wollen bis 16.00h in Groningen sein, dann beginnt die „RushHour“ und die Brücken öffnen sich erst ab 17.30h. Das kann knapp werden, da unsere Brücke vor uns erst um 9.00h öffnet. Wie schon so oft erklingt ein Glockenspiel beim Ablegen. Der Brückenwärter fragt uns, ob wir gut geschlafen haben!! Er spielt auf das gestrige Fußballergebnis an. War da etwa ein bisschen Schadenfreude im Spiel?? Er hatte ja auch gut lachen, NL war nicht dabei!

Schöne Fahrt durchs Dokkumer Diep, das Lauwersmeer und durch den Reitdiepkanal. Zig Brücken ohne große Wartezeiten passiert. An den Ufern Wildpferde, jede Menge Rinder, immer wieder neue Motive für die Kamera.

An einer Seite Pferde, …

…am anderen Ufer die Bullen

Unterwegs nach Groningen

Vor der geschlossenen Colleniusbrug in Groningen müssen wir lange warten, es tut sich nichts! Über Funk erreicht Martin endlich den Brückenwärter und nach über 2 Stunden Wartezeit öffnet sich die Brücke.

18.30h fest in der City von Groningen, den Platz kennen wir doch vom letzten Jahr.

 

Groningen

 

Mitten drin!

Toccata lädt uns zum Essen ein, als Dank für Kuddels „Törnführung“!! Wir finden ein nettes Lokal und genießen ein leckeres Essen. Die Männer wählen „Spareribs, all you can eat“! Es ist ein lauer Abend und wir schlendern noch durch die Stadt. Ich mag Groningen!

Gefahrene Meilen: 32sm

Freitag, 29.06.2018  Groningen – Borkum

Herrlicher Morgen! Vor dem Ablegen gehe ich noch zum Markt, kaufe „Frischproviant“ für die nächsten Tage.

10.10h Leinen los mit Ziel nach Borkum.

Das spektakuläre Kunstmuseum von Groningen

Wir haben kaum Wartezeiten vor den Brücken (ca 14) Nach der großen Seeschleuse in Delfzijl verlassen wir gegen14.00h die Niederlande! Die Fahrt auf der Ems wird ruppig, kalter Wind und wir motoren gegenan, haben den Ebbstrom aber mit uns. Wind gegen Strom also, kennen wir ja von der Elbe!

17.50h fest im Hafen von Borkum. Es ist voll, wir machen längsseits an Toccata fest. SCHÖN ist der Hafen nicht und unverhältnismäßig teuer!

Wieder in Deutschland

 

Soso!

Gefahrene Meilen: 38

Samstag, 30.06.2018 Hafentag auf Borkum…

…bei herrlichem Wetter! Wir fahren mit dem Bus in die Stadt und halten uns dort den Tag über auf. Der Strand gefällt uns super gut und es gibt wunderschöne Wanderwege durch die Dünen. Ich kann nicht widerstehen, bei dem tollen Wetter muss ich ins Wasser. Herrlich!

 

Faulpelze!

Sonne, Sommer, Strand

 

Sonntag, 01.07. 2018 Borkum – Norderney

06.30h Leinen los mit Ziel Norderney

Schöner Morgen, wir SEGELN aus dem Hafen. Wind aus SO, 4Bft, Vorsegel baumen wir aus. Erst ca. 4 Stunden später muss der Motor ran. Vor Norderney fahren wir nach den Tonnen, die etwas anders liegen, als in der Karte verzeichnet!

12.15h fest im Hafen von Norderney, schönen Platz gefunden mit Blick aufs Watt.

Auf einem Spaziergang kommen wir an den Sielteichen vorbei. Im Hintergrund der Hafen.

Austernfischer und Seeschwalben schwirren um uns ‚rum. Im „Neysplace“ ( Restaurant direkt am Yachthafen) genießen wir das schöne Wetter, die tolle Aussicht und einen Milchkaffee, erinnern uns an die Hintour, als wir ebenfalls hier saßen. Schon ganz schön lange her! Wir gehen in die Stadt, an der Promenade entlang und essen bei Gosch. Natürlich gönnen wir uns in der berühmten Eisdiele „Frieseneis“ ein ganz besonderes Eis, lecker!

 

Ja, es geht uns gut!!

Gefahrene Meilen: 34sm

Montag, 02.07.2018

Hafentag auf Norderney bei strahlend blauem Himmel. Der Ostwind soll im Laufe des Tages stärker werden, also bleiben wir. Wir wandern an der Wattseite bis zum Campingplatz „Um Ost“ und besuchen Bekannte aus dem Emsland, die dort ihren Wohnwagen stehen haben.

 

Wanderung durch die Dünen zum Campingplatz

Um 17.00h treffen wir uns mit Toccata zum Essen im Hafenrestaurant  „Neysplace“
zum Abschiedsessen.

Dienstag, 03.07.2018  Norderney – Cuxhaven

06.00h Leinen los mit Ziel Cuxhaven.

Mit Maschinenhilfe geht’s durch das Dovetief und über die Nordergründe raus bis kurz hinter die Tonne D4, wo wir auf Kurs Elbe gehen. Wir segeln, müssen manchmal aber den Motor zu Hilfe nehmen. Die Tide wartet nicht und wir wollen mit Hochwasser in Cuxhaven ankommen. Die letzten Stunden bis Cuxhaven segeln wir wunderbar!

17.00h fest in Cuxhaven Steubenhöft.

Gefahrene Meilen: 66

 

Mittwoch, 04.07.2018 Cuxhaven – Hamburg Finkenwerder

00.30h Leinen los mit Zwischenziel Wedel

 

Sonnenaufgang nach dem beim Ablegen in Steubenhöft

Während der Fahrt kaum Wind, ruhige Motorfahrt, zwischenzeitlich Nebel.

09.10h fest zum stopover in Wedel.

Gefahrene Meilen: 45sm

Jetzt heißt es: Boot herrichten für das Homecoming im TuS Finkenwerder. Das Flaggenalphabet wird über die Toppen gefaggt und die Gastlandflaggen in der Reihenfolge der besuchten Länder unter der Steuerbordsaling gesetzt. Unter der Backbordsaling wehen die „zersegelten“ TuS-Stander, die Flaggen der Kreuzerabteilung und des Kreuzer Yacht Clubs und die „Opa Kuddel“- Flagge von Hans und Levi. Komplettiert wird der bunte Flaggen-Reigen durch große Hamburg-und Finkenwerderflagge am Vorstag.

 

Avalon ist vorbereitet!

17.00h Leinen los mit Ziel TuS Finkenwerder. Welch Überraschung! Geschmückte Boote vom TuS kommen uns mit lautem Tuten der Signalhörner entgegen! Welch Freude, Gänsehaut pur!

1. Begrüßungsboot!

 

Toller Empfang von soo vielen Menschen am Meetingpoint: Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen von Kuddel. Der Skipper ist gerührt!

 

Das hat doch was!

Auch die Ruxer kommen uns im vollbesetztem Kutter entgegen!

Unvergesslicher Eindruck!

Geschafft! Avalon hat am  „Begrüßungsschlengel“ vom Meetingpoint festgemacht

 

Toller Empfang!

 

Endlich! Opa Kuddel ist wieder da!

Wann geht`s wieder los??

 

„Vielen Dank für den großartigen Empfang!!!!“

Nach einem Begrüßungsschluck auf dem Schlengel gehen wir auf die Terrasse, wo der Grill auf uns alle wartet.

 

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz

Tausend Dank an alle, die zu unserer Begrüßung gekommen sind, besonders an diejenigen, die diesem wunderschönen Empfang durch geschmückte Empfangsboote oder Einsatz am Grill und Getränkebar einen besonderen Rahmen gegeben haben! Vielen Dank!

 

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